Valerie Schmidt

 

Valerie Schmidt interessiert sich für den Moment, in dem ein Bild mehr wird als die Darstellung eines Ereignisses. In ihrer künstlerischen Praxis untersucht sie die Beziehung von Körper, Bild und Handlung und versteht Fotografie als Medium, das Wirklichkeit nicht nur dokumentiert, sondern hervorbringt. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten sind häufig inszenierte oder performative Situationen, in denen sich Kontrolle und Zufall, Intuition und Choreografie, Dokumentation und Konstruktion gegenseitig bedingen.

Im Zentrum ihrer Arbeit steht der Körper als Träger physischer und psychischer Affekte. Sie untersucht Mimik, Gestik, Haltung und Bewegung als Formen visueller Sprache und fragt danach, wie Emotionen lesbar werden, wo ihre Eindeutigkeit endet und wie fotografische Bilder Empathie, Projektion und Erinnerung hervorrufen. Dabei interessiert sie sich ebenso für historische Bildpolitiken wie für die archäologischen Spuren, die Bilder im kollektiven Gedächtnis hinterlassen. Ihre Arbeiten verstehen sich als offene Versuchsanordnungen, in denen Wahrnehmung, Interpretation und die Rolle der Betrachter*innen selbst zum Gegenstand werden.

Valerie Schmidt studierte Fotografie an der Kunstakademie Bergen und an der Folkwang-UDK in Essen. Seit 2022 ist sie Professorin für Transmediale fotografische Narration und Bildgestaltung an der Hochschule Trier. Sie lebt und arbeitet in Trier und Berlin. Ihre Arbeiten wurden international ausgestellt und befinden sich unter anderem in den Sammlungen der Deutschen Bank Frankfurt, des Museum Folkwang Essen, des Museums für Zeitgenössische Kunst Budapest und der Birthrites Collection Manchester.



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